Hundeimpfungen

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Von der SVK empfohlene Hundeimpfungen

Die nachfolgenden Seiten stellen Ihnen die häufigsten und wichtigsten Infektionskrankheiten des Hundes vor.

Viren und Bakterien verursachen zum Teil tödlich Erkrankungen. Speichel, Nasensekret, Tröpfchen, Blut und Kot aber auch stehende Gewässer übertragen die Krankheitserreger.

Sie als Tierbesitzer können in den meisten Fällen eine Ansteckung mit diesen seuchenhaft verlaufenden Krankheiten verhindern. Selbstverständlich könnten Sie die Nähe anderer Hunde vermeiden. Gerade der soziale Kontakt ist aber für die Entwicklung zu einem wesensstarken und sozial angepassten Hund wichtig.

SVK: Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin

Impfungen schützen vor der Infektion mit Viren und Bakterien während des täglichen Kontaktes des Hundes unter seinesgleichen. Selbstverständlich sind Impfungen keine Lebensversicherung. So können z.B. Antikörper aus der Muttermilch eine erfolgreiche Impfung beim Junghund verhindern. Im Allgemeinen schützen aber Impfungen Ihren Hund zuverlässig. Aber auch für andere Hunde sinkt durch die Impfung Ihres Hundes die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Hund, krank oder gesund, einen Virus trägt und weitergibt. Impfungen und hygienische Massnahmen bewahren Besitzer und Hund vor Leid und Schmerz.

 

Impfplan für Hunde
Beginn ab x.Lebenswoche /WiederholungenKombinationsimpfung (Staupe, Parvovirose, Infektiöse Leberentzündung (Hepatitis), Leptospirose und Zwingerhusten)Tollwut Impfung (nur bei Grenzübertritt erforderlich)
5. / 6. Lebenswoche Nur notwendig bei Beständen mit hoher Parvoinfektionsgefahr mit speziellen lebendem-Parvovirus-Impfstoff.  
8. / 9. Lebenswoche Start der Grundimunisierung  
12. Lebenswoche Abschluss der Grundimunisierung  
jährlich Leptospirose und Zwingerhusten als Auffrischimpfung. Wird diese unterlassen muss die Grundimunisierung wiederholt werden.  
alle 3 Jahre  Staupe, Parvovirose, Hepatitis jeweils nach korrekter Grundimmunisierung. Auffrischimpfung. Bei Grenzübetritt erforderlich. Die Impfung muss mindestens 21 Tage und höchstens drei Jahre zurückliegen. Von der SVK für alle Hunde empfohlen.
Der Abstand zwischen Kombinationsimpfung und Tollwut-Impfung soll mindestens zwei Wochen betragen.

Bemerkungen:
Nur gesunde Tiere sollen geimpft werden. Vermeiden Sie Aufregung bis 5 Tage nach der Impfung. Vorübergehende Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Fieber und Fressunlust können auftreten. Diese Störungen klingen meist spontan ab. Bei länger als 2 Tage dauernden Nebenwirkungen oder bei Unsicherheit melden Sie sich bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.


Die Tollwut

... ist unheilbar bei Mensch und Tier.

Der Erreger...

...der Tollwut ist ein Virus, das bei Mensch und Tier eine unheilbare Gehirnentzündung verursacht.

Übertragen...

...wird das Virus durch den Biss (Speichel) kranker Tiere. Dabei spielt der Fuchs bei uns die grösste Rolle, aber auch nicht geimpfte Hunde aus dem Ausland aus "Zuchten" sind eine Ansteckungsgefahr. Angesteckte Haustiere sind für den Menschen eine grosse Gefahr.

Die Tollwut äussert sich...

...durch Scheue und Verkriechen bis hin zur Aggressivität und Raserei. In der Endphase treten Lähmungen auf.

Jeden Kontakt mit Tollwut-Verdächtigen Tieren...

...von Ihnen selber oder Ihres Hundes melden Sie umgehend Ihrem Arzt oder Tierarzt. Den Menschen schützt dann eine sofortige Impfung. Tiere werden gemäss den Weisungen des Kantonstierarztes eingeschläfert oder über eine bestimmte Zeit isoliert.

Die Impfung...

...ist je nach Seuchenlage und für Grenzübertritte in jedem Fall vorgeschrieben. Von der SVK für alle Hunde empfohlen. Für Grenzübertritte soll die Impfung mindestens einen Monat und höchstens ein Jahr zurückliegen.
Die Impfung des Hundes schützt Mensch und Tier! Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan


Die Parvovirose

... ist die wichtigste virale Magendarm-Entzündung der Hunde.

Der Erreger...

...ist ein Virus, das verwandt ist mit demjenigen der Katzenseuche oder einem anderen Virus der wilden Fleischfresser. Die Krankheit wurde beim Hund 1978 das erste Mal diagnostiziert.

Hunde stecken sich an...

...durch den Kot infizierter Artgenossen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Parvoviren über Jahre in der Umwelt überleben können und sehr widerstandsfähig sind gegen Desinfektionsmittel. Als Hundebesitzer können Sie an den Schuhen ansteckende Parvoviren in Ihren Haushalt bringen.

Die Krankheit äussert sich...

...bei vielen Hunden gar nicht. Werden die Hunde krank, dann vor allem mit Erbrechen und Durchfall. Diese Anzeichen können in allen Schweregraden auftreten, bis hin zu blutigem Durchfall und gerade bei jungen Hunden zu schnellen Todesfällen.

Die Krankheit ist nicht heilbar...

...denn es gibt keine gezielte Behandlung der Viren. Die Behandlung zielt vornehmlich darauf ab, die Flüssigkeitsverluste zu ersetzen und Zweitinfektionen mit Bakterien zu verhindern. Je nach Schweregrad sind Behandlungen erfolgreich.

Nur Impfen schützt...

...Ihren Hund zuverlässig. In Zuchten, die mit Parvovirose verseucht sind, ist ein spezielles Impfschema (Impfung der Welpen ab der 5. Lebenswoche mit lebendem Impfstoff) und strikte Desinfektions- und Hygiene-Massnahmen zu berücksichtigen. Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan.


Die StaupeHund

... ist weltweit die bedeutenste Infektionskrankheit der Hunde.

Der Erreger...

...der Staupe ist ein hochansteckendes Virus, welches mit demjenigen der menschlichen Masern verwandt ist. Die Staupe ist aber für den Menschen keineswegs ansteckend.

Übertragen...

...werden die Staupeviren von Hund zu Hund per Tröpfchen oder direkt duch Belecken.

Gefährdet...

...sind vorallem Jungunde ohne Schutzimpfung, wobei die grösste Erkrankungshäufigkeit im Alter von drei bis sechs Monaten auftritt. In den letzten Jahren sind aber auch wiederholt ältere Hunde erkrankt, bei denen die Nachimpfungen nicht korrekt durchgeführt wurden.

Die Krankheit äussert sich...

...indem etwa 14 Tage nach der Infektion Fieber, Augenfluss, Husten, Durchfall, Erbrechen und mangelnder Appetit auftreten. Durch eine Gehirnentzündung können sofort oder im Verlaufe der Krankheit Krämpfe, tickartige Anfälle, unkoordinierter Gang und andere Störungen des Nervensystems auftreten.

Die Krankheit ist nicht heilbar...

...denn es gibt keine direkte Therapie gegen das Virus. Meistens sterben über 50% der erkrankten Hunde. Es kommen daher unterstützende Massnahmen zum Einsatz. Viele Hunde, die eine Staupe überleben, haben irreparable Schäden am Nervensystem.

Vorbeugen...

...kann man nur durch Impfen. Ausnahmslos jeder Hund sollte gegen diese schwere und oft tödlich verlaufende Krankheit geimpft werden. Die heutigen Impfstoffe schützen bei rechtzeitiger Impfung zuverlässig. Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan.



Die Leptospirose

... oder Stuttgarter Hundeseuche tritt in allen Altersklassen von Hunden auf.

Der Erreger...

...sind Bakterien, Leptospiren genannt.

Übertragen...

...werden die Leptospiren durch angesteckte Hunde, Ratten und Mäuse. Diese scheiden mit dem Harn die Erreger aus. Damit verschmutzte Nahrungsmittel dienen vor allem als Infektionsquelle. In der Schweiz sind Leptospiren vorallem in stehenden Gewässern (Seitenarme von Flüssen aber auch Pfützen) anzutreffen.  Unter widrigen Umständen kann sich auch der Mensch mit Leptospiren anstecken.

Die Krankheit verläuft...

..oft ohne klinische Zeichen oder aber mit den Anzeichen einer Leber- und Nierenerkrankung. Beobachtet werden anfangs Fieber, mangelnder Appetit und Erbrechen. Später können Muskelschmerzen, Gelbsucht, vermehrte Wasseraufnahme und häufiges Harnabsetzten auftreten.

Die Behandlung...

...besteht im allgemein unterstützenden Massnahmen und Antibiotika.

Vorbeugen...

...lässt sich die Krankheit zuverlässig mit den auf dem Markt befindlichen Impfungen. Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan. Besitzer erkrankter Hunde sollten rigorose Hygienemassnahmen einhalten.

 


Der Zwingerhusten

... umfasst einen ganzen Komplex von Infektionen des Atmungsapparates.

Die Erreger...

...sind verschiedene Viren (Parainfluenza 3, Canines Adenovirus 2 und andere). Diese wurden bei erkrankten Hunden gefunden. Verschiedene Bakterien setzen sich meist nach der Virusinfektion im vorgeschädigten Gewebe fest. Eine einzige Bakterien-Art (Bordetella bronchiseptica) ist hingegen auch ohne virale Vorschädigung krankmachend. Dieser Keim ist übrigens verwandt mit dem des Keuchhustens der Kinder, ist für diese aber nicht ansteckend.

Hunde stecken sich an...

...durch feinste Tröpfchen. Diese Tröpfchen sind die Träger und werden mit der Ausatmungsluft oder beim Husten ausgeschieden. Alle diese Erreger sind hochansteckend.

Gefährdet...

..sind grundsätzlich alle Hunde. Bei erwachsenen Hunden sind aber weniger Komplikationen zu erwarten als bei Junghunden. Der Ausbruch einer Erkrankung hängt neben der Übertragung der Erreger auch von den Haltungsbedigungen der Hunde ab. So fördern unter anderem die Haltung vieler Hunde auf engem Raum und häufig wechselnde Kontakte die Ansteckungsgefahr.

Die Krankheit äussert sich...

...von leichtem Husten bis zu schwer fieberhaften Lungenentzündungen und auch durch Todesfälle. Die meisten Infektionen mit den Zwingerhusten Erregern verlaufen aber mild und werden kaum bemerkt.

Der Zwingerhusten ist nicht heilbar...

...denn es gibt gegen die viralen Infekte beim Hund keine eigentliche Therapie. Unterstützende Medikamente und Antibiotika zur Behandlung bakterieller Zweitinfektionen und der Bordetellen sind meist erfolgreich.

Vorbeugen...

...kann man mit den auf dem Markt befindlichen Combiimpfungen gegen die viralen Erreger des Zwingerhustens. Für den Bedarfsfall sind auch gegen die alleine krankmachende Bakterienart (Bordetellen) Impfungen im Angebot.Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan.


 

Die ansteckende Leberentzündung 

... oder Hepatitis contagiosa canis kommt weltweit vor und verursacht gelegentlich Verluste bei Hunden.

Der Erreger...

...ist ein Virus, das in der Umwelt mässig widerstandsfähig ist.

Übertragen...

...wird das Virus bei direktem Kontakt oder indirekt durch den Kot oder Urin von angesteckten Hunden. Wichtig ist zu wissen, dass viele angestecke Hunde nicht krank erscheinen, aber das Virus an nicht angesteckte Hunde weitergeben können.

Die Hepatitis äussert sich,...

...wie der Name sagt in einer Leberentzündung. In schweren Fällen treten dann Blutgerinnungsstörungen und blutiger Durchfall auf. Weit häufiger werden nach Infektionen nur kurzzeitig Fieber, mangelnder Appetit und eine Mandel- und Rachenentzündung beobachtet.

Die Behandlung kranker Tiere...

...besteht im allgemeinen schützenden und aufbauenden Massnahmen.

Die Vorbeuge der Hepatitis...

...ist mit allen auf dem Markt befindlichen Combiimpfungen sicher zu verwirklichen. Das Impfschema entnehmen Sie bitte dem Impfplan.